Trump Erdogan

1. Wie stehen die #USA zur Operation?

Die #Türkei unter #Erdogan kann diese Operation nur durchführen, wenn sie das explizite Einverständnis der USA besitzen. Die USA sind die dominierende Macht in #Syrien. Sämtliche Handlungen, sei es von #Russland, #Iran oder eben der Türkei, können nur in Zusammenarbeit mit den USA erfolgen.

Anfangs hatten die USA die türkischen Pläne einer Operation, mit der Ankündigung zum Aufbau einer 30.000 Mann starken Kraft, zum größten Teil bestehend aus Kämpfern der YPG, zunichte gemacht.
Doch es dauerte nicht lange, bis die USA öffentlich von diesen Plänen abrückten und sie der Türkei explizit grünes Licht für die Operation gegeben haben.

Am 17. Januar sagte US-Secretary of State Rex Tillerson gegenüber Reportern, dass die USA keine „Grenzarmee“ planen: „Die gesamte Situation wurde falsch dargestellt, falsch beschrieben, von manchen Menschen falsch wiedergegeben. Wir planen keine Grenzsicherheitskraft“. [1]

Am gleichen Tag sagte der Sprecher der Vereinten Koalition Ryan Dillon in einem Statement: „Die Mission der Koalition bleibt unverändert: Der Sieg gegen den „#IS“ in den designierten Bereichen von #Irak und #Syrien und das Festsetzen von Konditionen für weitere Operationen, um regionale Stabilität zu erreichen.“

Seine Aussage folgt einer Anfrage von #Anadolu, ob die USA oder die Koalition Afrin bei einer türkischen Operation Unterstützung leisten würden.

„Wir operieren nicht in Afrin. Wir betrachten sie nicht als Teil unserer „IS-Kampagne“ und wir unterstützen sie nicht. Wir sind mit ihnen überhaupt nicht involviert.“ [2]

Am 19. Januar widersprach das US-Verteidigungsministerium Aussagen, wonach eine türkische Afrin Operation das türkisch-amerikanische Verhältnis belasten könnte: „Eine Handlung führt für gewöhnlich nicht zum Zusammenbruch. Wir haben regelmäßige Besprechungen mit unseren türkischen Verbündeten“, so #Pentagon Sprecher Eric Pahon gegenüber Anadolu.
„Speziell in Afrin, haben wir keine Leute die dort operieren. Es hat also keinen Effekt auf das, was wir tun“, so Pahon weiter. [3]

Somit haben die USA der Türkei die explizite Erlaubnis für die Militäroperation in Afrin gegeben.

2. Wie stehen Iran und Russland zur Militäroperation?

Auch Russland und Iran müssen sich der dominierenden Kraft in Syrien, den USA, unterordnen. Auch ihr Handlungsbereich geht nur so weit, wie die USA es ihnen erlauben. Haben sich die USA für eine Militäroperation entschieden, können Russland oder Iran diese nicht mehr verhindern.

Am 18. Januar verkündete der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu gegenüber #CNN, dass die Türkei die Militäroperation in Afrin mit Russland und Iran gemeinsam koordinieren wird. [4]

Russland hat bereits mit dem Abzug seiner MIlitärbeobachter aus Afrin begonnen. Dies bestätigte Ahmet Berat Conkar, der Vorsitzende der türkischen Delegation bei der #NATO: „Russland hat Schritte unternommen seine Kräfte aus den Gegenden in Afrin zu entfernen, in denen Kämpfe stattfinden könnten“. [5]

Auch hat sich der türkische Oberbefehlshaber Hulusi Akar mit seinem russischen Amtskollegen Valery Gerasimov in #Moskau getroffen, um die Militäroperation näher zu besprechen. Conkar bestätigte das Treffen gegenüber #AlJazeera: „Ich glaube nach dem Treffen zwischen den Top Militär- und Geheimdienstoffiziellen ist die Lücke zwischen den Ansichten der beiden Seiten über die türkische Operation vermindert und beide Seiten sind zu einer gemeinsamen Ansicht gelangt.“
Conkar fügte hinzu, dass er nicht daran glaube, dass Russland der Operation widerspreche.

3. Werden syrische Rebellen sich an der Operation beteiligen?

Die türkische Operation Euphrates Shield hat dazu geführt, dass das #Assad Regime #Aleppo einnehmen konnte. Die Türkei hat den Einfluss, den sie bei Waffen- und Geldlieferungen auf einige Rebellen besitzt ausgenutzt, um sie zum Abzug aus Aleppo und der Teilnahme an ihrer Operation zu zwingen. So fehlten den edlen Verteidigern Aleppos wichtige Brigaden, um die Stadt zu verteidigen.

Auch die Operation Afrin soll wieder gemeinsam mit syrischen Rebellen laufen.

Am 16. Januar sagte Erdogan gegenüber Reportern vor dem türkischen Parlament, dass die Afrin Operation mit syrischen Rebellen durchgeführt werden könnte. Erdogan betonte: „Dieser Kampf ist für sie. Wir helfen unseren Brüdern, damit sie ihre eigenen Territorien beschützen können.“ [6]

Wie lokale Augenzeugen berichten, wurden am Freitagabend 20 Busse mit Kämpfern der „Freien Syrischen Armee“ (#FSA) nach #Hatay gebracht, um dort die türkische Operation am Boden zu unterstützen.

Fazit:

Es bleibt also alles beim Gleichen. Entgegen den Aussagen des türkischen Präsidenten Recep Tayyep Erdogan, dass diese Operation für die Syrer sei, doch wird sie am Ende lediglich den amerikanischen Interessen dienen. Was hat die Operation Euphrates Shield den Syrern gebracht? Aleppo ist nach jahrelangem Kampf in die Hände Assads gefallen. Assad hat so viele Gebiete wie noch nie eingenommen. Dabei könnte die türkische Armee den Krieg in wenigen Tagen beenden.

Als der damalige Führer der #PKK Abdullah Öcalan nach Syrien geflohen ist, musste Hafez al-Assad wegen Androhung eines türkischen Einmarsches Öcalan aus Syrien vertreiben. Assad wusste, dass die Türkei einmarschieren würde und er der modernen türkischen Armee nichts entgegenzubringen hat.

Auch diese Operation findet parallel zur Offensive Baschar al Assads auf #Idlib statt. Werden auch hier wieder den Verteidigern Idlibs Brigaden fehlen, so dass Assad wieder leichtes Spiel hat?

Quellen:

[1] https://www.nytimes.com/…/17/us/ap-us-united-states-syria.h…

[2] http://www.hurriyetdailynews.com/afrin-not-part-of-syria-co…

[3] https://www.yenisafak.com/…/pentagon-says-turkeys-afrin-ope…

[4] https://www.reuters.com/…/turkey-says-will-coordinate-with-…

[5] http://www.aljazeera.com/…/russia-moving-military-observers…

[6] http://www.hurriyetdailynews.com/possible-afrin-operation-t…