Verhandlungen in Sotschi

#Türkei, #Russland und der #Iran haben sich am Freitag darauf geeinigt, in der russischen Schwarzmeer-Stadt #Sotschi „Friedensgespräche“ zwischen der syrischen Regierung und der vom Westen aufgestellten säkularen Opposition, abzuhalten.

Bereits früher geplante Kongresse in Sotschi mussten wegen Unstimmigkeiten zwischen Russland und der Türkei immer wieder verschoben werden. Denn Russland wollte stets kurdische Vertreter einladen, die Türkei lehnte dies in der Vergangenheit jedoch ab. Nun scheint man sich in diesem Punkt geeinigt zu haben.

Wie Putins Sonderbeauftragter für Syrien Alexander Lavrentyev gegenüber Interfax bestätigt, ist zwar die YPG nicht eingeladen, jedoch einige andere kurdische Repräsentativen.

„Wir haben versucht die Kurden weit zu vertreten aber gleichzeitig auch unsere türkischen Kollegen nicht zu verstimmen.“

Weiter sagte Lavrentyev, dass alle drei Länder sich dafür entschieden haben, eine Arbeitsgruppe zu erstellen, die beispielsweise Gefangenenaustausche verhandelt.
Wie der
#Kreml berichtet, habe der russische Präsident Vladimir #Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyep #Erdogan telefoniert, um über die Sotschi Gespräche zu diskutieren.

Die Gespräche in Sotschi werden nun einen vierten Pfad eröffnen, um eine politische Lösung zwischen der syrischen Regierung und der vom Westen aufgestellten säkularen Opposition zu erarbeiten.

Das von den Vereinten Nationen aufgestellte #Geneva Programm stellt den ersten und wichtigsten Pfad dar. Diese werden von den #Astana Gesprächen unterstützt, dem zweiten Pfad. Russland ist weiterhin daran bestrebt, einen dritten Pfad über #Kairo zu eröffnen. Ägypten hat bereits syrischen Reformisten die von der syrischen Regierung akzeptiert werden, Unterschlupf gegeben.

In einer Reaktion auf den geplanten Kongress in Sotschi sagte der UN Sondergesandte #Syrien Stefan de Mistura: „Die Vereinten Nationen haben die Ansicht, dass jede politische Initiative von internationalen Akteuren, den politischen Prozess der #UN in Geneva zu unterstützen habe.“

Ahmed Toma – Führer der bewaffneten syrischen Delegation in Astana – sagte, dass er keine unilaterale Entscheidung treffen würde, ob die „Opposition“ an den Gesprächen in Sotschi teilnehmen werde. Dies muss erst mit der „Opposition“ und den syrischen Rebellen besprochen werden.

Verkompliziert wird die Lage durch die Anwesenheit von 1.500 US Soldaten in Syrien. Diese befinden sich auch nach dem Sieg über den #IS weiterhin im Land. Erst kürzlich sagte der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu, dass 48.000 russische Soldaten an der Militäroperation in Syrien beteiligt waren.