Es klingt wie der neuste Hollywoodfilm, aber es ist die pure Realität.

Die TAZ veröffentlichte im November einen Artikel, in dem sie ihre langwierigen Recherchen über ein Netzwerk präsentierte, dessen Ausmaß sich keiner auch nur vorstellen konnte.

Formal befasst sich der Text mit einem Netzwerk, dessen Struktur von Polizisten und Richtern bis hin zu hohen Verfassungsschutzposten und Elitesoldaten reicht. Die Anzahl der Mitglieder des Netzwerks lassen aufhorchen, wobei davon auszugehen ist, dass die Dunkelziffer der Teilnehmer weitaus höher anzusiedeln ist.

Gemeinsam bereiten sich diese Vertreter des Staates auf den sogenannten Tag X vor. Ein Tag, an dem sie, im Fall eines Shutdowns, diverse Politiker entführen und die Gesellschaft umwälzen wollen. Hierzu trainieren sie fleißig mit der Ausrüstung der Bundeswehr und haben erschreckend detaillierte Pläne und Methoden, wie sie genau verfahren werden.

Die Recherche der TAZ war eine sehr aufwendige, wofür sie auch viele Hürden überwinden musste, wie etwa diverse Lügen vonseiten der Regierung: Als es im Bundestag zur Befragung des jeweiligen Hauptermittlers kam, wurde der Hauptakteur dieses Netzwerks freigesprochen und auch wurde behauptet, dass es keinerlei Indizien für rechte Tendenzen innerhalb der Bundeswehr gebe. Der Freispruch des Hauptakteurs, seitens des Regierung, erschwerte die Arbeit der TAZ immens, wobei dies nur eines von vielen Beispielen ist, welche die Recherche bewusst erschwerten.

Die Regierung behauptete, dass es keine Indizien für rechte Tendenzen gibt?
Die Tatsache, dass diverse Beamte sich beim Geburtstag eines Mitglieds versammelt haben und laut rechtsextreme Musik gehört haben und dabei den Hitlergruß machten, sind kein Indiz?

Oder, dass sich diverse Beamte und Elitesoldaten versammelt haben, um gemeinsam auf Trainingsziele zu schießen, stellt auch kein Indiz dar?

Handelt es sich bei diesen Ereignissen etwa nicht um Indizien für eine rechte Unterwanderung wichtiger, staatlicher Institutionen?


Es gilt zu verstehen, dass dieses Netzwerk nicht nur aus Personen besteht, die keinen Einfluss auf den Alltag der Bürger haben. Vielmehr sind die Mitglieder ausschließlich Intellektuelle und Individuen, die eine hohe Position innehaben.
Anscheinend sind jedoch konkrete Pläne für eine Revolution von Staatsmännern aus verschiedensten Apparaten nichts Besorgniserregendes für die deutsche Regierung.

Dass der Staat auf dem rechten Auge blind ist, hat man schon in vielen Beiträgen zuvor dargelegt, jedoch stellt sich an dieser Stelle die Frage, wieso der Staat nichts unternimmt, um dieser erschütternden Entwicklung entgegenzutreten? Es werden jeden Tag neue Mitglieder gewonnen und das rechte Netzwerk expandiert schneller als man denken kann und das deutschlandweit.

Auch stellt sich die Frage, warum man in den Medien kaum etwas davon hört. Die Gefahr, die aus diesem Netzwerk hervorgeht, mag größer sein als die aller Terrorvereinigungen zusammen, dennoch sind sie nur einen einzigen Nachrichtenartikel wert.

Stattdessen beschäftigen sich die Medien und die Politiker mit Einzelfällen von Flüchtlingen oder der Verbreitung von Angst gegenüber dem Islam. Täglich lesen wir in den Medien eine Schlagzeile einer deutschen Zeitung, die ein Artikel publiziert, in dem der Islam stigmatisiert wird oder einzelne Taten von Migranten im Zusammenhang mit dem Islam gebracht werden. Es werden vonseiten der Medien und Politiker Kampagnen gefahren, die sogar Gesetze vorschlagen, um das Leben der Muslime noch weiter zu bevormunden und dadurch ihre Identität zu zersetzen: 

Von einer Handschlags-Pflicht bis hin zu einem generellen Kopftuchverbot für alle Minderjährigen, von einem Gebetsverbot an Schulen bis hin zu einer Diskussion über die Schließung von islamischen Kindergärten und viele weitere Themen bestimmen den tagtäglichen Diskurs über den Islam. 
Während man den gewöhnlichen deutschen Bürger mehr auf den Islam und die Muslime fokussiert, planen und trainieren jedoch Rechte Elitenetzwerke einen Putsch, worüber kaum berichtet wird. Es wird ersichtlich, dass es der deutschen Politik und den Medien nicht darum geht, für ein stabiles Miteinander zu sorgen, indem man für die Bürger relevante Informationen bereitstellt und daraus resultierende Gefahren diskutiert. Viel eher geht aus dem sehr oberflächlichen und diffamierenden Umgang mit dem Islam hervor, dass sowohl die Politik als auch die Medien versuchen aus der derzeitigen, angespannten Situation möglichst viel Profit zu erzielen.

„Die Geschichte lehrt, dass die Menschen nicht aus der Geschichte lernen.“ Durchaus ein Zitat, welches auf Deutschland anwendbar ist. Denn die jüngste Geschichte der Weimarer Republik zeigt uns auf, dass das Hauptaugenmerk der Medien und der Regierung damals auf die Diskriminierung der Juden lag und somit die eigentlichen Missstände in der Gesellschaft ausgeblendet wurden bzw. die gefährlichen Tendenzen in der Elite und in der Gesellschaft nicht bekämpft wurden. Dieser Zustand mündete auch bekanntlich später in den NS-Staat.

An dieser Stelle sei anzumerken, dass es nun in unserer Hand liegt, die Bevölkerung auf die Entwicklung aufmerksam zu machen, die zurzeit in Deutschland stattfindet. Nun wird ein großes Engagement abgefordert von uns, um ein friedliches Miteinander auch in der Zukunft zu gewährleisten.